Traumatischer narzisstischer Missbrauch Teil 1

Heute mache ich für euch eine neue Serie. Sie beschäftigt sich mit traumatischem Missbrauch. Es wird mehrere Teile geben also abonniert gern meine Webseite, dann verpasst ihr keinen Teil (an der Seite könnt ihr eure Emailadresse eintragen)
Fangen wir heute mit Teil 1 an.

Wenn der Zug dich überrollt

Ich denke wir alle kennen folgende Situation: Ihr seid in einer Beziehung mit einem Menschen, der euch nicht gut tut. Doch wenn er nett zu euch ist, merkt ihr davon nicht viel. In solchen Phasen reden wir uns sogar ein, es sei doch alles gar nicht so schlimm. Vielleicht haben wir nur überreagiert und uns hineingesteigert? Wie schlimm psychischer Missbrauch ist, erkennen wir erst dann wieder, wenn er gerade passiert. Und meist fühlt sich das so an, als würde euch ein fahrender Zug erwischen. Oft passiert dieser Missbrauch aus dem Nichts heraus, was den Schock in den du dann fällst sogar noch verschlimmert. Was passiert dann mit deinem Körper? Nun, die Amygdala wird getriggert, das hast du bestimmt schonmal gehört oder? Sie sendet dann die Stresshormone aus, all unsere Muskeln spannen sich an. Unsere Atmung wird flacher. Wir bekommen einen Tunnelblick. Diese Programme werden ausgelöst, weil sie evolutionär in uns gespeichert sind. All diese Dinge passieren vollkommen automatisch und unbewusst. Dein Körper reagiert auf großen Stress und Angst. Bereitet sich auf Flucht oder Angriff vor. So wie damals, wenn wir zb einem Säbelzahntiger begegneten. Du kannst nicht mehr klar denken, sollst du auch nicht. In solchen Situationen ist unser Körper darauf ausgelegt zu handeln. Entweder das eine, oder das andere. Viele von uns erstarren dann, statt zu kämpfen. Wir verfallen in Schock. Können uns nicht rühren, fühlen uns hilflos. Kennt ihr oder? Und dann passiert noch, dass ihr euch klein wie ein Kind fühlt. Gefühle der Todesangst steigen sogar teilweise in euch hoch. Während der Partner also weiter wütet, euch mit Trennung droht wegen einer Kleinigkeit oder auch vielleicht schon weg ist und euch nun ignoriert, sitzt ihr immer noch da. Was dann kommt ist die Panik. Die Panik zu sterben weil er jetzt weg ist. Ist das auch Evolution? Nein, was hier passiert sind oft uralte Programme, die deine Psyche gespeichert hat und die jetzt wieder reaktiviert werden.

Nach dem Zug kommt die Todesangst

Was hat es damit nun auf sich? Während du noch im gedanklichen Nebel kauerst, spürst du auf einmal diese überwältigende Angst in dir. Sie ist lauter als alles andere, überschwemmt dich und dein Sein vollkommen, zeigt dir sehr schlimme Bilder vom Verlassenwerden. Gedanken kommen hoch: Ich schaffe es nicht ohne meinen Partner! Ich bin abhängig von ihm! Wenn er geht sterbe ich! – und es sind halt nicht nur Gedanken, sondern das Gefühl des Sterbens begleitet sie. Das reale Gefühl zu sterben. Und ich sag euch, was schlimmeres gibt es nicht als dieses Gefühl. Wieder wird die Amygdala gereizt, wieder Stresshormone. Diesmal aber Kampf, Aktion! Ist der Partner noch da, ist das nun die Phase wo ihr aufspringt. Ihm hinterherlauft, ihn anfleht zu bleiben. Euch für Dinge entschuldigt, die ihr gar nicht gemacht habt. Ihr entschuldigt euch dafür, dass er euch missbraucht hat. Egal, hauptsache nicht sterben! Alles und jedes Mittel ist da Recht! Und nachdenken ist da auch nicht – der pure Überlebenstrieb handelt nun. Ist er schon weg werdet ihr nun Anfangen ihn hundertfach anzurufen, ihm zu schreiben. Kennt man auch alles. Und irgendwann.. manchmal erst nach Stunden, wachst du wieder aus dem Nebel auf. Auf einmal packst du dir an den Kopf für diese „Überreaktion“, dieses „hysterische Anstellen“. Du machst dir Vorwürfe und verfällst in Scham und Schuldgefühle. Dein Körper wird ganz schlaff, deine Muskeln entspannen sich. Eine bleierne Müdigkeit überfällt dich. Die Stresshormone haben deinen Körper dazu gebracht auf 1000 Prozent zu laufen, das erschöpft ungemein. Viele Betroffene legen sich jetzt ein paar Stunden hin, weil sie keine Kraft mehr haben. Und wenn sie aufwachen…. tja, fühlen wir uns zwar total gerädert und fertig, aber die Erinnerungen sind weg. Wie im Nebel. Futsch. Klar kannst du im Kopf noch die einzelnen Fragmente zusammensetzen, aber du fühlst sie nicht mehr.

Nach der Angst die Amnesie

Wo sind meine Gefühle hin? Wo der Missbrauch? Alles weg! Das meine lieben, ist ein Trauma. Genau das passiert, wenn du traumatisiert wirst. Deine Psyche sperrt Erlebnisse weg, die zu schlimm waren um sie zu verarbeiten. Das ist ein Schutz, sie will dich damit vor schlimmerem Schaden bewahren. Aber jetzt kommt das schlimmste- da du dich nicht mehr an den Missbrauch erinnern kannst und der toxische Partner oft nun wieder so tut als wäre nichts gewesen (seinerseits auch Verdrängungsprogramme), lebst du wirklich wieder so, als wäre nichts gewesen. Und umso mehr Zeit vergeht, umso weniger erinnerst du dich! Meist Folgt auf solchen schlimmen Missbrauch wieder eine Lovebombing Phase. Dort wird dir suggeriert wie toll du bist und wie sehr der andere dich liebt. Du merkst also, hier passt gar nichts mehr! Und nach einmal solchen Missbrauchs merkst du auch noch wie krank das alles ist. Aber in toxischen Beziehungen erlebst du so Traumen andauernd! Schon einmal kann für die Seele verheerend sein und muss aufgearbeitet werden, aber immer wieder?  Über Monate? Jahre? Jahrzente? Das ist für jeden Körper und für jede Seele zu viel. Werden wir ständig in Angst versetzt und Stresshormone immer wieder ausgeschüttet merken wir schon bald körperliche Folgen daraus. Denn unsere Körper sind nicht darauf ausgelegt andauernd auf 3000 Prozent zu funktionieren. Nicht nur wird deine Konzentration schlechter, du vergisst immer mehr und öfter wichtige Dinge, du wirst auch anfangen, ständig müde zu sein. Starke Migräneanfälle folgen, Rückenschmerzen durch die ständige Anspannung kommen auch Verspannungen wenn es chronisch wird. Bluthochdruck durch die ständige Angst. Tinitus, Atembeschwerden durch die ständige flache Atmung, Verdauungsstörungen (denn unser Bauch ist unser zweites Gehirn), sexuelle Störungen… die Liste ist endlos. Fakt ist, es wird immer schlimmer! Psychischer Missbrauch macht krank. Und das ist ein Faktum! Umso länger du also in solchen Beziehungen bleibst umso größer ist die Gefahr für chronische Krankheiten und das entwickeln einer PTBS.

Und durch den narzisstischen Missbrauch wirst du gleich doppelt Missbraucht. Was das genau heißt erkläre ich euch im nächsten Artikel.

Der erscheint nächsten Donnerstag und hat das Thema: Doppelte Traumatisierung durch narzisstischen Missbrauch. Aboniert den Newsletter (schaut mal an der rechten Seite des Artikels), dann bekommt ihr bei neuen Artikeln immer eine Benachrichtigung.

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