Posted by on 1. August 2019

In den letzten zwei Artikeln habe ich euch etwas über die Grundlagen des Minimalismus erzählt und wie ich persönlich dazu kam.

Heute wollen wir mal richtig ins Thema einsteigen und werden uns dafür zu allererst mit deinem persönlichen Wohlfühlort befassen – deiner Wohnung!
Gerade nach einer frischen Trennung hängen gerade in der gemeinsamen Wohnung noch so viele Erinnerungen. Und auch wenn du diejenige/derjenige bist die/der auszieht gilt es eine ganz neue Wohnung einzurichten. So oder so also höchste Zeit, dass wir diese Wohnung zu deiner persönlichen Wohlfühloase machen.
Denn loslassen macht psychisch ganz viel mit dir und fühlt sich unglaublich befreiend an. Wir werden dich auf allen Ebenen detoxen und du wirst sehen, wie gut es dir tun wird.
Wie fangen wir das also jetzt genau an?

Aufräumen nach Marie Kondo

Eine Methode Minimalismus in deiner Wohnung umzusetzen geht über das Konzept der Marie Kondo. Wer ist das werdet ihr euch jetzt fragen?

Marie Kondō arbeitet als Ordnungsberaterin. Sie gibt Kurse und Seminare, in denen sie Wegwerfen und Aufräumen lehrt und diese als Ausgangspunkt einer inneren Ordnung vorstellt.[4] 2011 veröffentlichte sie das Buch Jinsei ga Tokimeku Katazuke no Mahō, in dem sie ihre Methoden einführt, um Ordnung zu schaffen und zu erhalten. Das Buch verkaufte sich in Japan mehr als 1,3 Millionen Mal und war im ersten Halbjahr 2012 das am zweithäufigsten verkaufte Buch in Japan.[5] 2012 legte sie einen Nachfolgeband vor. Basierend auf beiden Büchern produziert der japanische Fernsehsender NTV eine gleichnamige Fernsehserie.

Quelle

Diese Frau hat den Markt komplett auf den Kopf gestellt und erfreut sich größter Beliebtheit für ihr Konzept. Wer da mal ein bisschen reinschnuppern möchte und einen Netflix Account hat, kann sich ihre Sendung unter dem Namen „Aufräumen mit Marie Kondo“ mal anschauen.
Weiter unten werde ich euch ebenfalls ihr unglaublich gutes Buch verlinken, einfach unten bei den Buchempfehlungen schauen.

Aber ich mag euch jetzt mal kurz zusammenfassen, wie genau Maries Konzept funktioniert.

Sie sieht eine Wohnung und auch Gegenstände als viel mehr an als einfache Objekte. Sie sieht sie als Lebensbereicherung an, als Dinge du uns Freude bereiten sollen. Nur leider sind unsere Wohnungen mittlerweille so vollgestopft, dass wir gar keinen Überblick mehr haben, was wir alles besitzen. Und schon gar nicht wissen wir mehr, ob jedes dieser Dinge uns noch Freude bereitet. Marie ist der Ansicht, dass eine aufgeräumte und ordentliche Wohnung den Geist ins Gleichgewicht bringt und auch unserem Leben eine Ordnung geben kann. Es soll sich positiv auf unsere Psyche auswirken. Und ich persönlich kann das tatsächlich bestätigen. Auch der ganze Prozess des Ausmistens bewegt ganz viel im Inneren. Aber kommen wir jetzt erstmal zu Maries ganz konkreten Anleitung des ausmistens. Natürlich nur die Kurzfassung. Sollte das was für euch sein empfehle ich euch wärmstens ihr Buch.

Was bereitet dir Freude?

Gut, dann fangen wir mal an. Welcher Raum deiner Wohnung oder deinem Haus macht dir am meisten Magenschmerzen wenn es darum geht auszumisten? Vielleicht der Keller? Das Wohnzimmer? Schlafzimmer? Spür mal in dich hinein.
Und dann fängst du genau mit dem Raum an!

1. Such dir den Raum aus, der am meisten Arbeit machen wird 

Gut, du stehst also nun in diesem Raum. Als nächstes gilt es nun erstmal alles vor dir auszubreiten was in diesem Raum ist. Wenn es zum Beispiel ein großer Kleiderschrank ist, dann hol alles raus was dort drin ist und breite die Dinge um dich herum aus.
Jaaa, auch wenn es viele sind! Jaa, es wird das reinste Chaos, los gehts!

2. Nimm alle Dinge in diesem Zimmer heraus aus ihren Schränken und Schubladen und breite sie auf dem Boden aus

Warum du das machst? Ganz einfach, es geht darum, dass du erkennst WIE VIELE Dinge du da wirklich besitzt. Und ich wette von der Hälfte der Dinge wusstest du gar nicht mehr, dass du sie besitzt.
Es dient also dazu, dir einen richtigen Überblick zu geben, was du alles besitzt und dir auch klar zu machen, wie wenig dieser Sachen du tatsächlich jeden Tag nur benutzt.  Warum haben wir sie denn dann noch? Der Psyche hilft es, das alles konkret zu SEHEN, statt nur zu wissen dass es da ist. Es hilft sehr beim loslassen. Einfach loslassen kann man nämlich am besten, wenn man sieht und versteht. Und da machen es uns diese Dinge doch echt leicht oder?

3. Nimm JEDEN Gegenstand einzeln in die Hand und frag dich: Macht mich dieser Gegenstand glücklich?

Klingt verrückt? Jap aber tu es trotzdem! Es ist so wichtig wirklich jeden einzelnen Gegenstand / Kleidungsstück /Foto usw in die Hand zu nehmen und mal in dich reinzufühlen. Löst dieser Gegenstand irgendetwas positives in meinem Inneren aus? Am Anfang wird dir das vielleicht ein wenig schwer fallen, weil wir sowas heut zu Tage leider fast verlernt haben. Auch was unsere Hobbies angeht oder mit Menschen in unserem Leben. Obwohl es so wichtig ist, das oft zu tun. In dich herein fühlen zu lernen und zu schauen – tut mir das gut? Also fangen wir jetzt wieder aktiv damit an, auch wenn es vielleicht erstmal nur um eine Menge ungetragener Pullis geht.
Du wirst schnell merken, ob ein Gegenstand etwas in dir auslöst oder nicht.
Die zweite Frage die du dir dann stellen solltest ist: Wann habe ich dieses Teil zum letzten Mal aktiv getragen oder gebraucht? Alles was du länger als 365 Tage weder gebraucht noch getragen hast, kann weg! Das gilt für alle Dinge. Die einzige Ausnahme bearbeiten wir im nächsten Punkt. Aber nach diesem Konzept fang jetzt einfach mal an auszumisten. Und zwar jeden Raum für sich. Das wird eine ganze Weile dauern aber fang einfach mal an und pack alles was du nicht mehr brauchst in Kartons.

4. Gegenstände die emotionalen Wert haben

Es gibt natürlich auch Gegenstände, die einen hohen emotionalen Wert für uns haben, wie Erinnerungsstücke oder Fotos. Aber auch hier solltest du dich fragen, brauchst du die wirklich? Nimm alles einzeln in die Hand und schau was es in dir auslöst. Die Erinnerungen sind nämlich alle fest in deinem Herzen, brauchst du also wirklich 20 Kuscheltiere um die Erinnerung in dir zu tragen? Oder reicht vielleicht eines? Sortiere auch hier großzügig aus, so wie es sich für dich richtig anfühlt. Verlass dich da ganz auf das Gefühl der Freude, dass sich bei den richtigen Dingen einstellen wird.

Und noch ein extra Tipp: Wenn du deine Schätze gefunden hast, die du unbedingt behalten willst, dann hör auf sie in Kisten verstauben zu lassen! Fotos zum Beispiel, mach etwas großartiges in deiner Wohnung daraus. Bastele, werkele etwas mit den Fotos, dass du dann in deine Wohnung stellen kannst- denn was dir Freude bereitet sollte niemals irgendwo versteckt in Kisten verstauben. Die wenigen Erinnerungen die du behältst kannst du aktiv in dein Leben und in deinen Wohnraum integieren. So haben diese Erinnerungen wieder einen aktiven Sinn in deinem Leben und du hast viel mehr Platz!

Aber wir sind noch lange nicht fertig,

Fortsetzung folgt im nächsten Artikel

Der erscheint am Montag. Wenn ihr keinen Artikel mehr verpassen möchtet, folgt unserem Blog und verpasst keinen Artikel mehr. Ihr bekommt dann immer eine Email, wenn es etwas neues gibt. Folgen könnt ihr unserem Blog indem ihr unten in der Fußzeile dieses Artikels eure Emailadresse hinterlasst.

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Super hilfreiche Bücher von Marie Kondo:

Hilfreiche Bücher über Narzissmus:

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Comments

  1. Stef
    10. August 2019

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    Ich habe eine konkrete Frage… Beim Ausmisten kurz vor dem Auszog stosse ich auf jede Menge Hobbies (vor allem Nähstoffe) die ich während meiner Beziehung vernachlässsigt habe. Dies tut mir in der Seele weh, also löst keine Freude aus. Ich kann mich aber trotzdem nicht trennen, weil ich denke, dass ich die damals erträumten Projekte jetzt vielleicht endlich umsetzen kann? Ich hab solche Sehnsucht danach, meine Kreativität endlich neu zu entdecken.

    • Antigone
      10. August 2019

      Leave a Reply

      Wow eine knifflige Frage. Die Frage ist ja, hattest du die Hobbies schon vorher? Wenn ja versuch dich an das Gefühl zu erinnern, dass sie früher bei dir ausgelöst haben. Wenn sie dann was positives in dir auslösen, dann behalte sie. Wenn nicht, weg damit! Verschenk oder verkaufe sie. Dann haben andere Menschen Freude daran. Und hey, es gibt sooo viele schöne Hobbies- es ist auch immer sehr reizvoll sich etwas ganz neues zu suchen, dass noch nicht mit negativen Erinnerungen belastet ist. Ich hoffe ich konnte dir ein paar Impulse geben 🙂

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