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Leser berichten: Meine Beziehung mit einem Narzissten

2 Kommentare

„Ich weiss nicht wie ich anfangen soll, oder wie ich mich kurz fassen kann. Und da ist dann noch die Angst, Angst das man mich erkennen koennte und das er mich finden kann.
Wir haben uns kennen gelernt in einem Forum. Er war Moderator und ich eine profane Schreiberin in den Bereichen Politik und Geschichte. Hatten dieselbe politische Auffassung und Humor. Keine Ahnung warum er auf mich gekommen ist. Nicht viele Frauen schrieben in diesen Bereichen und ich hatte damals ein grosses Mundwerk.
Beim ersten telefonischen Kontakt fand ich, das er arrogant klang, habe das auch gleich gesagt, er sagte das wuerde nur so klingen, weil er unsicher ist beim ersten Gespraech. Das machte ihn mir sympathischer. Machte mir viele Komplimente. Geschenke machen konnte er mir nicht, da er gerade eine Lehre ueber der Arge bekommen hat, bekam also Hartz4. Mir war das egal, hatte ja einen Arbeitsplatz und verdiente mein eigenes Geld.
Wir kamen also zusammen, etwas schwierig war es schon, da ich in den Niederlanden wohne und er in Deutschland. Aber ich dachte, egal, muss ja viel arbeiten und habe noch ein Kind und ich liebte meinen Freiraum. Dann das erste Treffen, ich bin nach Deutschland gefarhen ohne mein Kind. Es war schoen, waren nur ein paar Tage aber alles super.
Wir hatten angefangen viel miteinander zu telefonieren oder haben Skype gebraucht. Er wollte immer wissen was ich tat, wohin ich gehen wuerde und mit wem ich rede. Da ich natuerlich seinen Schichtplan kannte, kam es mir eines Tages merkwuerdig vor, das er sich meldete obwohl er eigentlich arbeiten musste. Das zog sich mehrere Tage hin, auf Anfragen von mir sagte er, er haette ein paar Tage frei gehabt.Irgendwann sagte er dann genervt, nee ich bin entlassen worden, weil ich meiner Kollegin den Sex verwehrt habe, wegen Dir. Meine Arbeitsstelle habe ich verloren wegen Dir, die haben mich nur noch dort gemobbt, aber Du bist mir wichtiger als alles andere. Tja ich habe es so gelassen.
Nun hatte er sehr viel zeit. Und er wollte immer mehr, das ich meine zeit nur noch mit ihm verbringe, durch den Abstand eben halt durch stundenlanges telefonieren oder skypen. Als ich ihm sagte, das es nicht gehe, fing er an zu schreien oder zu toben an. Schrie, deine Tochter ist alt genug um selber mal ein Brot zu machen, deine Tochter braucht dich nicht stundenlang. Nun ja aufgrund vom Abstand, schaffte er es nicht mich ganz zu isolieren wie er es wollte. Wenn ich schlafen wollte, da ich am Morgen arbeiten musste, fing er einen Streit an, da er wusste ich konnte nicht eher schlafen als wenn wieder Frieden war. Wenn ich sagte, ich habe eine Verabredung dann ging es ihm schlecht und er brauchte mich dringend. Wir haben pro Tag ungefaehr 6 Std miteinander telefoniert oder geskypt.
Irgendwann habe ich gerafft, das er trinkt viel trinkt. Er nannte sich einen Gelegenheitstrinker da ich ja noch immer nicht bereit war um mit ihm zusammen zu wohnen. Da wuerde ihm ja nichts anderes uebrig bleiben um zu trinken. Inzwichen war ich nur noch kaputt und ausgelaugt. Meine Arbeit, mein Kind, meine Wohnung und mein Freund. Ich hatte kaum zeit zum schlafen. Irgendwann fragte er mich nach meinen Passwoertern, und ich bloede Kuh habe sie ihm gegeben. Dreimal raten was passierte, genau er schaute sich jeden Tag an wer mir schrieb, was und wie. bloss auf mein Handy hatte er keinen zugriff. Und dann ging es immer schlechter und schlechter. Er probierte an meinen Freunden zu maekeln, und wollte das ich den Kontakt abbrach. Um des Friedens willen habe ich gesagt ja mache ich, du hast Recht. Ich habe es nicht gemacht, also fing er an sich zu befreunden mit meinen Freunden im Forum und auch anders wo.
Meine Freunde und Familie meinten, was fuer ein toller Mensch, freundlich, sozial und einfach klasse. Tja, ich aber fuehlte mich schon damals manipuliert und hatte Angst bekommen. Er war bei mir aufbrausend, viel schreien, mich kleinmachen und mehr. Aber Angst hatte ich soviel. Ich habe nur eine Sache gut gemacht, er hat nie meine Tochter kennen gelernt. Er wusste immer wohin ich ging, wie lange ich da war. Wenn ich ihm Briefe geschrieben habe, hat er mich hinterher fertig gemacht, warum hast du diesen Ausdruck gebraucht, den benusst du nie, warum schreibst du wie es dir geht und fragst nicht wie es mir geht. Warum das, jenes und dieses. Also habe ich es sein lassen, er fand meine Briefe ja nur selbstsuechtig und ich bin eine Psychopathin die froh sein durfte, das er mich liebt, da er eine Verschmelzung unserer Seelen sieht, das wir eins sind. Andauernd sagte er mir, Du gehoerst mir, du bist die Eine, du bist alles was ich will und brauche. Ich konnte das Wort Verschmelzung nicht mehr hoeren. Ich war ausgelaugt und ausgebrannt.
Es gibt soviele Sachen, ich weiss echt nicht wie ich es alles schreiben muss. Es ging soweit, das er Kontakt aufnahm mit meiner FAmilie und Freunden, telefonisch, wie er an die Nummern gekommen ist? Bis heute keine Ahnung. Auf meine beste Freundin hat er nur so reagiert, die ist loyal, kein Wort hat sie mir gesagt. Von ihr habe ich dann die die meiste Unterstuetzung bekommen. Es ist bei mir sehr weit gegangen bloss ich hatte Angst solche grosse Angst vor ihm. Handgreiflichkeiten, schreien, ich habe mich so gedemuetigt gefuehlt, klein gemacht als ob ich ein Nichts waere. Bauchschmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust waren die Folgen. Ich wollte raus, aber wusste nicht wie.
Bis er dann sagte ich will das du hierher kommst, bei mir wohnst. Und ich ihm sagte, geht nicht, ich kann nicht meine Tochter mitten im Schuljahr einen Umzug macht und dann noch von einem Land in ein anderes Land. Da ist er ausgetickt, wie kann ich es nur wagen meine Tochter wieder einmal ueber ihn zu stellen, glueckliche Mutter glueckliches Kind, punkt. Und da sagte ich ihm ins Gesicht, ich bin nicht gluecklich. All meinen Frust habe ich rausgelassen, alles gesagt wie ich mich fuehle. Und das ich einen Schlussstrich will machen. Da war es bei ihm aus. Alle 4 Ecken der Wohnung habe ich gesehen, er ist so schnell ausgetickt. Der Nachbar hat wohl einiges mitbekommen und hat die Polizei gerufen. Die haben die Wohnungstuer aufgetreten, gerade im rechten Augenblick er lag auf mir und hat mir die Kehle mit seinen Haenden zugedrueckt. Als sie ihn mit 4 Polizisten von mir gezogen haben, hatte er nur geschrieen, weine endlich, warum weinst du nicht, weine weine weine. Bis heute hoere ich die Schreie noch in meinem Kopf. Nachdem er abgefuehrt war, konnte ich weinen.
Es war die Hoelle, und viele Sachen habe ich ausgelassen. Sexualitaet habe ich bewusst ausgelassen. Es war die Hoelle und bis heute lebe ich in Angst. Ich bin weggezogen aus meiner geliebten Heimatstadt, im Internet findet man nur einen Nick ueber mich, aber meine reale Person, die dahinter steht, kann niemand darueber finden. Habe kein FB mehr, kein Twitter und nichts mehr. Nur noch einen YT Channel und google plus. Fake foto und alles. Die Angst ist noch zu sehr real.
aber ich lebe das ist das Wichtigste. Ich habe es lebend ueberstanden.“

– Danke, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast, obwohl dein Ex dich so sehr stalked! Wenn ihr eure Geschichte auch mit uns teilen wollt, schickt uns einfach eine Email an: hilfefueropfervonnarzissten@gmail.com

Zur geschlossenen Facebookgruppe gehts: HIER 

Hilfreiche Literatur:

2 comments on “Leser berichten: Meine Beziehung mit einem Narzissten”

  1. Wir sind betroffene Eltern. Wir haben unseren Sohn und unseren Enkel verloren. Die Schwiegertochter ist eine Narzistin. Wir haben keine Möglichkeiten, unseren Sohn aus dieser Situation zu befreien. Wenn er wenigstens mal mit uns sprechen würde, warum er seit 2 Jahren den Kontakt abgebrochen hat. Auch seine Freunde fragen immer nach ihm. Es tut so weh.

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