Juni Leser Aktion- meine Ehe mit einem Narzissten + Kindern

Unsere heutige Geschichte beleuchtet vor allem einmal genauer die gemeinsame Kindererziehung mit einem Narzissten. Es ist unser vorerst letzter Artikel für unsere Juni Leser Aktion. Ich danke allen mutigen Menschen, die so offen und mutig waren hier ihre Geschichte mit uns zu teilen! Habt ganz lieben Dank. Die übrigen Geschichten, werden wir nun wöchentlich jeweils einmal posten. Also schickt uns gerne weiterhin eure Geschichten- ich glaube sie rütteln viele Menschen auf und machen ihnen Mut.

Meine Ehe mit einem Narzissten

Lange hab ich überlegt ob ich meine Geschichte schreibe, denn sie ist wie tausend andere. Nichts besonderes. Deshalb möchte ich hier nicht meine Beziehung mit einem Narzissten beschreiben, die verlief vermutlich nicht viel anders wie bei anderen, sondern das was danach geschah.
Ich war gerade 18 Jahre alt und frisch getrennt von meiner ersten großen Liebe. Meine große Schwester schleppte mich überall hin mit und so begegnete ich nachts um drei, am Geburtstag meiner Schwester, in einer verrauchten und verruchten Kneipe meinem Schicksal, meinem Narz. Ich war ein leichtes Opfer. Ganz schnell hatte er mich mit Komplimenten und Versprechungen um den Finger gewickelt. So charmant war noch nie ein Mann zu mir. Die letzten Zweifel beseitigte er indem er Versprechungen hielt und mich hofierte, wie ich es nicht kannte. Er ist 12 Jahre älter wie ich und stand mit damals 30 Jahren voll im Berufsleben sodass er auch finanziell alle Möglichkeiten ausschöpfen konnte mich zu beeindrucken und zu verwöhnen. 6 Monate dauerte es bis ich fest davon überzeugt war meinen Traummann fürs Leben gefunden zu haben so dass ich sogar nach 2 Jahren mit ihm 400 km weit weg von meinem Zuhause weg zog. Er sollte dort auf lange Sicht als Geschäftsführer ein Firma eingearbeitet werden. Obwohl ich bis dahin schon spürte dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt, fand ich mein Leben aufregend und spannend. In der großen Stadt hat er mich ziemlich alleine gelassen. Ich hatte dort ein sehr zeitaufwendiges Hobby während er unter der Woche nur im Außendienst war. Wir führten die ersten Jahre also so etwas wie eine Fernbeziehung. Denn er zog nach einem Jahr Beziehung dorthin und als ich dann nach kam war er kaum zuhause. Ich hielt ihm den Rücken frei und kümmerte mich um alle anderen Angelegenheiten damit er entlastet ist wenn er dann da ist. Natürlich viel mir auf dass ich nie irgendetwas richtig machen konnte. Dass mein Job nur halb soviel wert war wie seiner. Dass mein Hobby dummes rumgehampel ist usw. Aber ich merkte noch nicht wie ich mich dadurch immer wertloser fühlte. Nach zwei Jahren Beziehung merkte ich zunehmend das etwas mit ihm nicht stimmt, was ich seinen Familienverhältnissen in denen er aufgewachsen ist zuschrieb (6. von 7 Kindern usw.). Nach 7 Jahren trennte ich mich zum ersten Mal von ihm und zog zurück in meine Heimat. Die Trennung war eine Katastrophe. Es folge Stalking, Demütigungen, Beschimpfungen usw. Damals schrieb ich es noch seiner Kränkung zu und mit viel „gaslightning“ bekam er mich nach 6 Monaten windelweich zurück. Diesmal verschwendete er keine Zeit, heiratete mich weitere 6 Monate später und wir erwarteten unseren ersten Sohn. Annähernde Harmonie bestand ca. 1-2 Jahre dann begann schleichend das narzisstische Spiel von vorn. Er war nie zuhause, interessierte sich nicht für seine Familie, war lieber für alle anderen da und ich konnte nichts richtig machen.

Diesmal gab es aber einen Unterschied: ich hatte dass Gefühl ich müsse das alles irgendwie durchstehen und schaffen, schließlich wusste ich worauf ich mich einlasse. So führten wir eigentlich fast 2 Leben in 2 Welten und das war auch gut so, denn ich wollte ihn garnicht öfter um mich haben. Ich konzentrierte mich auf unser Kind und die damit verbundenen gesellschaftlichen Pflichten. Ich dachte nicht viel nach. Auch nicht als fast 4 Jahre später unser zweiter Sohn geboren wurde. Doch mit diesem Familienmitglied empfand ich unsere Beziehung zunehmend schlimmer. Es fiel mir verstärkt auf das er auf Biegen und Brechen Gründe fand warum er kaum Zeit mit der Familie verbringen kann, aber dann bei Freunden oder Familienmitgliedern immer zur Stelle war. Die Luft zuhause war fast täglich zum schneiden dick. Immer mehr Ex-Freundinnen von ihm tauchten in seinem Leben wieder auf und ich fand mich von meinem einst so geliebten Hobby, Freunden, Familienmitgliedern, Beruf und anderen, mir wichtigen, Dingen isoliert. Jedes Gespräch mit ihm, oder der Versuch, eskalierte. Er hörte am Ende nicht mal mehr zu, schrie nur, drohte und machte mir Angst. Immer wieder sagte er den Satz: „wenn es Dir nicht passt dann verschwinde, aber die Kinder bleiben hier!“. Doch das schlimmste war dass er mittlerweile mit unserem Größeren Sohn genauso umsprang wie mit mir und ich nicht mehr in der Lage war ihm zu helfen, ihn zu schützen. Ich hatte Angst. Noch heute sehe ich seinen flehenden Blick: „Mama, hilf mir bitte“ und das einzigste was ich tun konnte war den Raum zu verlassen weil ich das nicht mit ansehen und nichts tun konnte. Ich sprach mit niemandem darüber, aus Scham, aus Angst dass ich übertreibe und verrückt bin und weil mir sowieso niemand glauben würde. Trotzdem muss ich mich verändert haben. Ich träumte von einer vernünftigen Beziehung, davon auf eigenen Beinen zu stehen und von einem harmonischen und glücklichen Leben für meine Kinder.
Dann ging alles blitzschnell und erst heute, fast 5 Jahre danach bin ich einigermaßen in der Lage zu begreifen was passiert ist. Er fing an mich zu kontrollieren und unterstellte mir eine Affäre (mit einem Familienvater aus dem Ort). Jeden Tag schrie er mich an und machte mich fertig. Bis sich kurz darauf dieser Familienvater bei mir meldete um mir mitzuteilen das mein Mann bei seiner Frau war, mit Beweisen (!!!) dass wir eine Affäre haben und er nun von zuhause rausgeflogen sei. Am nächsten Tag zog ich mit Unterstützung einer Schwester meines Mannes aus dem gemeinsamen Haus aus und kam vorerst bei einer Freundin unter. Die Kinder bekam ich nicht mit, aber dafür hielt er mir sofort eine Scheidungsvereinbarung unter die Nase. In der alles geregelt sein sollte. Zum einen ging mir alles viel zu schnell und zum anderen setzte er mich mit Anwaltskosten unter Druck so dass ich diese naiv unterschrieb.

Mir ging es nicht um Geld mir ging es um meine Kinder und um den Frieden. Deshalb akzeptierte ich auch das Wechselmodell für unsere Kinder. Deshalb, und aus Erleichterung das er mir damit den Kampf um die Kinder ersparen würde. Ich bekam einen kleinen Anteil vom Haus sofort ausbezahlt so dass ich mir eine Wohnung suchen und einrichten könnte. Alles war scheinbar geregelt. Allerdings nur scheinbar. Ich weiß ich hab jetzt schon so viel geschrieben und der Haupteil fängt jetzt erst an deshalb werde ich mich so kurz wie möglich fassen. Ich suchte zügig nach einer Wohnung damit schnell der Wochenwechsel für meine Kinder in Kraft treten kann. Das gestaltete sich allerdings nicht einfach . Die erste Absage bekam ich kurzfristig kurz vor Vertragsabschluss weil einem Mann das sehr wichtig war das ich die Wohnung nicht bekomme, so der Makler. Die zweite Maklerin gab mir eine Absage weil die Vermieter sich von meinem Ex-Mann bedroht fühlten. Dann hätte ich das Glück an einen entfernten Bekannten als vermeintlicher Vermieter zu geraten, dem ich ehrlich meine Situation schilderte. Diese Wohnung bekam ich, allerdings wusste mein Mann davon nichts, und als er davon erfuhr und den Vermieter kontaktierte reagierte dieser garnicht darauf und gab mir lediglich Bescheid. Ich muss erwähnen dass ich damals Kontakt mit meinem Mann hatte, ich wusste ja nichts von Narzissmus und Kontaktabbruch und glaubte naiv seinem Versprechen mir zu helfen. Innerhalb von 1 Woche richtete ich die Komplette Wohnung, Ikea sei dank, ein und konnte damit bald meine Kinder in Empfang nehmen. Nebenbei kam ich unserer Vereinbarung nach das ich unsere Kinder weiterhin im gemeinsamen Haus tagsüber betreue. Was nicht gut ging. Jeden Tag ging ich um 11 Uhr in unser gemeinsames Haus und begann zu kochen das die Kinder, wenn sie um 12 Uhr aus der Schule kommen essen können. Jeden Tag kam mein Mann, der ja früher für so etwas viel zu beschäftigt war, kurz nach 11 Uhr und machte mich fertig, so dass ich tränenüberströmt die Kinder empfing oder teilweise garnicht in der Lage war mich um den Haushalt zu kümmern. Oft warf er mich auch aus dem Haus als oder bevor die Kinder kamen. Dann kam es dazu das wir diese Vereinbarung änderten.

Ich musste einsehen das es gemeinsam in Frieden nicht geht, auch nicht zum Wohle der Kinder. Dazu kam auch das zu dieser Zeit die üble Nachrede schon voll im Gange war, weshalb er mit mir Streit anfing. Er wollte über Dinge mit mir sprechen „die im Ort“ über mich erzählt werden oder die er anderweitig „gehört“ hatte. Ich muss dazu sagen dass ich zu diesem Zeitpunkt große Schuldgefühle hatte, da ich mich regelmäßig, aber oberflächlich mit dem Familienvater traf und austauschte, der wegen „mir“ zuhause rausflog und dessen Ehe sich nicht mehr einrenkte. Zum Einen weil diese wohl auch schon länger nicht mehr in Ordnung war und zum Anderen weil mein Mann täglich seine Frau besuchte und die Flamme am lodern hielt. So kam es das sich viele in meinem gewohnten sozialen Umfeld von mir abwendeten. Das Gespräch in unserer kleinen Ortschaft war groß und viele wussten etwas dazu. Allerdings bekam ich diese Informationen ausschließlich von meinem Mann und heute weiß ich mittlerweile das viele nicht beteiligt waren, aber damals sorgte es dafür dass ich mich selbst isolierte, aus Angst vor Gespött und Scham. Mit manchen, die für Gerüchte anfällig sind und solche gerne weiter verbreiten, sprach er ja schon. So kam es das ich in folgender Zeit Nymphoman, Drogenabhängig, psychisch krank, devot, Geldgeil und vieles mehr, war. Dies ging sogar bis zu meinem größeren Sohn in den Schulhof der von anderen Kindern geärgert wurde und sich meiner schämte. Mein eigener Vater wechselte die Straßenseite wenn er mich sah, meine Mutter lies mich nicht in die Wohnung und andere meldeten sich einfach nicht mehr und mir wurde erzählt was sie von mir halten. Totale Isolation. Übrig blieb mir meine beste Freundin im Ort die auch mit ihrer Familie wegen mir verbal angegriffen wurde. Oder es flogen nachts rohe Eier an die Fensterscheibe. Und es blieb mir der Familienvater, der selbst genug Ärger am Hals hatte aber trotzdem alles tat mir zu helfen und für mich einzustehen. Glück war dass ich die Wohnung im Nachbarort hatte, da kam ich etwas zur Ruhe. Aber die Umgangswochen mit den Kids wurden zum Spießrutenlauf. Mein großer Sohn wurde damals 9 Jahre alt, er bekam viel mit. Er schlief genau 2 Nächte bei mir und wollte dann zu seinem Vater, aus Mitleid und aus Angst. Seit dem kam er nie wieder zu mir. Sehen durfte ich ihn nur im Beisein seines Vaters, was immer im Streit endete. 3 Jahre war ich vor Gericht um meinen Sohn sehen zu dürfen. Ohne Erfolg. Solange wir von amtswegen kontrolliert und beobachtet wurden funktionierte es manchmal, aber ich konnte und wollte nicht alles erzwingen.

Irgendwann fehlte mir die Kraft, die finanziellen Mittel und die Beweise das weiter durchzuhalten. Es begann erstmal mit systematischem Vertrauensbruch meines Sohnes. Zuerst hat mein Mann ihm erzählt das wir wieder zusammen kommen und wenn ich dann von Treffen ging oder es zum Streit kam war es immer meine Schuld. Z. B. Hatten wir im Winter über Weihnachten schon Skiurlaub gebucht den mein Mann mit den Kindern wahr nahm. Er lud mich über heilig Abend ein dazu zu kommen und die Kinder zu sehen. Das tat ich natürlich und lies mich überreden eine Nacht zu bleiben. Er war auch ein wirklich angenehmer Tag und wir stritten nicht. Am nächsten morgen sollte ich noch bleiben, aber ich hatte Angst die Stimmung könnte kippen, denn es war schon mehr als ich erwartete. Da brach mein Sohn in Tränen aus und sagte mir: „wenn ich gewusst hätte dass Du wieder gehst, dann wäre es für mich besser gewesen Du wärst nicht gekommen.“ Wohl hat sein Vater ihm gesagt das ich bleibe, hat aber zeitgleich seine neue Freundin schon in den Urlaub bestellt und sie noch am selben Tag vom Flughafen abgeholt! Genauso wie mein Sohn immer gerne wollte dass ich bei Fußballspielen dabei bin. Nur leider bekam ich von meinem Mann falsche Daten so dass ich am falschen Ort war oder erst zur Halbzeit ankam weil ich die falsche Zeit hatte…und wenn es mal funktioniert schrie mich mein Mann über den Fußballplatz wegen Kleinigkeiten an. So dass ich ging. Mein Sohn warf mir vor mir sei alles andere wichtiger wie er. Besonders schlimm würde es dann als aus der Freundschaft zum getrennten Familienvater mehr wurde. Die gemeinsame Not schweißte uns zusammen und wir hatten viele gemeinsame Schwache Momente. Ich machte daraus kein großes Geheimnis, denn ich wusste das ich sowieso beobachtet wurde. Mein Mann wusste zu jedem Zeitpunkt auf die Sekunde genau wann ich wo mit meinem neuen Freund zusammen war. Da ich einen Detektiv auf den Fersen hatte. Dann war ein neuer „Schuldiger“ für alles gefunden und für einen 9 jährigen der leidet, kann man gut verpacken das die Mama mit uns keinen Familienurlaub machen will weil ihr neuer Freund wichtiger ist wie ihre Kinder. Mein Sohn verweigert seit 2 Jahren bis heute komplett den Kontakt mit mir und wenn er kann nutzt er jede Gelegenheit mich mit den Worten seines Vaters zu beschimpfen. Der Familiengutachter gab auf, das Gericht hatte keine Macht, da das Kind den Umgang verweigert auch wenn alle erkannt haben das da nicht das Kind spricht. Und ich zog sämtliche Klagen zurück. Ich hatte keine Chance.
Mein junger Sohn, damals 5 Jahre alt, macht bis heute den Wochenwechsel. Er will es selbst so. Auch das wurde auf die Probe gestellt. 1 Jahr nach der Trennung, also zur Scheidung, passierten komische Dinge in meinem Umfeld. Autoreifen wurden aufgeschlitzt, mein Freund wurde auf dem Weg zur Arbeit von 2 Tätern brutal zusammengeschlagen, unser gemeinsames kleines Sportboot wurde angezündet, mein Cabriodach wurde aufgeschlitzt und es wurde innen mit Buttersäure verunreinigt. Ebenso wie das Auto meines Freundes, da wurden die Scheiben eingeschlagen und Buttersäure verteilt. Ich bekam Rechnungen von Modehäusern obwohl ich nichts bestellt hatte…usw. Alles in einem Zeitraum von ca 7 Monaten. Die Kripo schaltete sich sofort nach dem Überfall ein und sammelte alle Vorfälle bei einem Beamten. Nach dem Überfall und dem Bootsbrand flatterte ein Anwaltsschreiben ins Haus vom Anwalt meines Ex-Mannes, das er das Aufenthaltsbestimmungsrecht für unseren kleinen Sohn fordert weil es bei mir zu gefährlich ist. Bis die Vorfälle geklärt sind. Naja, zu diesem Zeitpunkt hatte die Kripo schon alle Möglichkeiten ausgeschlossen und er war der Hauptverdächtige. Dies durfte aus Ermittlungstaktischen Gründen so nicht ausgesprochen werden, aber in Zusammenarbeit mit der Kripo und dem Jugendamt wurde diese Klage vor Gericht abgewiesen. Mein Sohn war auch ausschlaggebend und wurde angehört. Was die Vorfälle betrifft durfte ich die Ermittlungen bis zur Hausdurchsuchung der Privat- und Geschäftsräume mitverfolgen. Dann hörten mit einem Schlag die Vorfälle auf und mein Sohn sollte mir sagen das der Papa einen Brief bekommen hat dass er unschuldig ist. Ich vermute die Ermittlungen wurden aus Mangel an Beweisen eingestellt. Da dies alles über Staatsanwaltschaft und ich nicht angezeigt habe bekomme ich keine Informationen. Es bleibt noch die private Klage, aber dazu fehlt uns die Kraft.
Das ist nun ein kurzer Auszug von dem was ich erlebt habe. Seit Rückzug der Sorgerechtsklage zwingt mich niemand mehr mit meinem Ex-Mann an einen Tisch zu sitzen. Wir kommunizieren seit 2 Jahren hauptsächlich per Mail, wenn überhaupt. Das letzte persönliche Gespräch endete mit der Androhung von Schlägen seinerseits. Die gemeinsame Verantwortung für unseren jüngeren Sohn funktioniert, wenn auch nicht immer einfach. Meinen Sohn versuche ich immer zu stärken, denn er erkennt mittlerweile die Lügen seines Vaters. Sein Bruder wird den Erzählungen nach zu urteilen genau wie sein Vater. Die narzisstischen Züge sind deutlich erkennbar. Elternabende usw. nehmen wir gemeinsam an getrennten Tischen wahr. Von meinem Großen Sohn bin ich komplett isoliert, ein Schulwechsel (ohne meine Zustimmung trotz gemeinsamen Sorgerechts !) hat dafür gesorgt das ich in seinem Umfeld eine ganz fremde bin. Ich habe zwei Jahre lang eine Psychotherapie gemacht und habe zusätzlich Medikamente gegen Depressionen genommen, vorübergehend, um zu lernen mit den Situationen umzugehen und das alles zu verarbeiten. Jetzt habe ich beides hinter mir. Seit 1 1/2 Jahren, seit ich von Narzissmus weiß, würde es etwas leichter. Zumindest bin ich meine Schuldgefühle los und das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen. Ich halte mich noch immer von Menschen fern und mir fällt es schwer Freundschaften zu schließen oder zu halten. Aber ich bin mittlerweile wieder verheiratet und habe wenige gute Freunde die immer da waren. Ich weiß das alles nur eine Momentaufnahme ist und ich jederzeit durch unsere Kinder wieder den Narzissmus ausgesetzt werden kann. Sie sind immer ein gutes Lockmittel. Darauf bin ich immer gefasst. Mein kleiner Sohn steht aber zu 100% zu mir und weiß auch von Narzissmus was ihn etwas davor schützt als Flying Monkey benutzt zu werden. Er hat einen ganz guten Weg gefunden. Wir sind einfach alle froh dass nun, eben auch durch unser eigenes Verhalten, etwas Ruhe eingekehrt ist. Viele offene Fragen wurden beantwortet. Einige Kontakte sind wieder hergestellt (z.b. Zu meinem Vater). Andere Familienmitglieder wollen aus Angst nichts mit mir zu tun haben, Bekannte die mit ihm näher zu tun haben halten sich von mir fern oder lassen sich als Flying Monkeys benutzen. Teilweise auch Lehrer, Trainer und andere. Aber mit Wissen kann man damit umgehen. Ich bin auch durchaus in der Lage zu verzeihen. Nur vergessen fällt mir schwer. Ich wünschte ich hätte schon früher von Narzissmus gewusst deswegen propagiere ich darüber viel um die Menschen aufzuklären und vielleicht leid zu ersparen. Selbst Gerichte, Gutachter und andere Amtspersonen sind dem hilflos ausgesetzt. Vielleicht bin ich irgendwann bereit meine Ausbildung als Psychotherapeutin zu beginnen und kann dann vielleicht etwas bewirken. Die Arbeit mit Opfern und/oder Kindern dass wäre mein Traum!

-wir wünschen dir alles alles Gute auf deinem weiteren Weg! Vielen Dank für deine Geschichte!

Hilfreiche Literatur:

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von Anders Noren.

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