beziehung mit narzissten

Leserbriefe – Aktion – Meine Beziehung mit einem Narzissten: von An.S

Heute erreichte mich in Zuge unserer Aktion „Leser erzählen ihre Geschichte“, An.S traurige und aufrüttelnde Geschichte. Danke für deinen Mut, diese Geschichte mit uns zu teilen!

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Heute erreichte mich in Zuge unserer Aktion „Leser erzählen ihre Geschichte“, An.S traurige und aufrüttelnde Geschichte. Danke für deinen Mut, diese Geschichte mit uns zu teilen!

Meine Beziehung mit einem Narzissten

Ich war 27 Jahre und er 22 Jahre als wir uns kennenlernten-auf einem Straßenfest im September…
Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade getrennt nach einer bedeutungslosen, kurzen Beziehung und suchte keine neue. Als ich erfuhr, dass er 5 Jahre jünger ist als ich (man sah es ihm nicht an) dachte ich, es könne eine Affäre werden und mehr nicht. Er war sehr erfolgreicher Profi-Sportler und hatte ehrgeizige und exakte Ziele. Ich fand gut, dass er genau wusste, was er wollte und nicht nur Fun im Vordergrund sah (wie viele in seinem Alter) oder einfach in den Tag reinlebte. Er tat mir zu diesem Zeitpunkt gut und ich ihm wohl auch. Sehr schnell zog er bei mir ein-bis dahin hatte er bei seinen Eltern gelebt. Deren Geschichte erfuhr ich dann im Laufe der Jahre…
Unsere „Affäre“ (wie ich es spaßeshalber nannte) lief gut und wurde immer enger so dass ich irgendwann nicht mehr von Affäre sprach. Durch seinen Beruf (Profisportler) ergab sich nach 2 Jahren, dass er in eine weit entfernte Stadt ziehen musste und er fragte mich tatsächlich, ob ich ihn begleiten würde. Das bedeutete für mich: Job, Freunde und Familie zurücklassen und neu anfangen.
Ich war 29 und er 24. Ich wagte es und wir hatten eine recht sorgenfreie Zeit. Er wurde immer erfolgreicher und ich immer mehr zur „Frau im Hintergrund mit Abhängigkeit“ (vorerst nur finanziell). Ab da begann er sich zu verändern oder aber sein wahres Gesicht zu zeigen. Der Erfolg ließ ihn noch selbstbewusster werden als er ohnehin schon war und er nahm nun Möglichkeiten (Bewunderung, Applaus,…) wahr, die er sich immer gewünscht hatte. Einerseits war er froh, dass ich da war andererseits war ich ein Handicap.
Trotz allem fragte er mich nach 5 gemeinsamen Jahren ob ich ihn heiraten möchte-natürlich nicht in romantischer Zweisamkeit sondern vor Publikum. Ich war 32 und er 27.
Mehrfach machte ich ihm den Altersunterschied klar aber er behauptete überzeugend, dass wäre nie Thema für ihn.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich hin und wieder erfahren, wie es war wenn er sauer ist oder etwas nicht nach seinen Vorstellungen lief: er wurde laut, er brüllte mich an, ich sah Hass in seinen Augen. Und er wurde rücksichtslos. Meine Bedürfnisse fanden nicht mehr statt-es hatte sich alles nach ihm auszurichten. Durch den Leistungssport war er viel unterwegs und ich alleine. Ich fuhr oft in die Heimat. Und er nutzte die Zeit offenbar auch alleine… Heimlichkeiten begannen, er wurde zynisch und begann, mich klein zu machen. Immer wieder erzählte ich Freunden, Familie Szenen aber ich hörte meist: “Vielleicht bist einfach zu empfindlich…“ oder „Du wusstest, wie er ist, dann leb damit“ oder „Naja-er war ja schon immer der King! Zuhause oder sonst überall, so ist er halt“…
Und klar-nach außen war er der Strahlemann, gutaussehend, Partykanone, trinkfest, ein Frauentyp. Ich bin nicht hässlich und könnte ihm leicht das Wasser reichen aber ich ging ein wie eine Primel.
Er genoss sein Leben und ich konnte ja mitmachen, wenn ich wollte.
Aber bloß keine zu großen Erwartungen, Liebesbekundungen, öffentlich gezeigte oder geäußerte Verbindlichkeiten die Nähe symbolisieren! So begann ich zu zweifeln.
Zu diesem Zeitpunkt erlitt er eine Verletzung. Es war reparabel aber bedeutete eine Ausbremsung auf dem stetigen und steilen Weg nach GANZ OBEN.
Die Hochzeit war pompös und teuer und wurde zelebriert.
Und ich hatte seit Jahren das unbestimmte Gefühl: da stimmt irgendwas nicht, es ist nicht wie bei anderen, er tut zwar immer genau das Richtige aber es fühlt sich nicht ECHT an.
Es gab keine genaue Definition für den Zustand unserer Beziehung. Ich konnte immer nur sagen: Er ist zwar DA aber nur körperlich und mir fehlte grundsätzlich diese Verbindung, die (meiner Ansicht nach) zwei Menschen haben, die sich lieben und heiraten.
Immer wieder dachte ich an Worte, die mir an unserem Hochzeitstag durch den Kopf gingen: Das ist nur auf begrenzte Zeit-das ist nicht für immer…
Wenn ich was dergleichen bei ihm ansprach verstand er nichts und wusste nicht, was ich von ihm wollte. Er würde doch alles tun… Ja-er liebe mich! Sonst hätte er mich doch nicht geheiratet! Aber seine Taten passten nicht zu seinen Worten… Nie.

Während der Hochzeitssreise (Süden) bekam ich eine Lungenentzündung und musste ins Krankenhaus. Da sah ich zum ersten Mal ein kleines Stück seines wahren Gesichtes: er war genervt, dass ich ausgerechnet jetzt krank wurde, ich ins Krankenhaus musste im Ausland und anschließend im Hotel ins Bett (weil ich hohes Fieber hatte).
Er brachte mir noch einen Tee und sagte dann: „Nur weil Du im Bett bleiben musst, muss ich das ja nicht auch-das ist doch sicher ok wenn ich an die Bar gehe-schließlich ist es ja auch mein Urlaub…!“
Er ging und mir ging es noch schlechter. Früh morgens kam er zurück. Betrunken etc.
Ab da wurde der Alkohol ein problematisches Thema zwischen uns.
Und im Laufe dieses Urlaubs überschätzte er sich/seinen Körper mal wieder und verletzte sich an derselben Stelle, an der er kurz vor unserer Hochzeit operiert worden war.
Er merkte, dass etwas noch Schlimmeres passiert war (und er auch noch selbst schuld war) und plötzlich war seine komplette Karriere in Gefahr.
Zurück zuhause sofort zum Arzt, erneute OP. Alles viel schlimmer und angeordnete, wochenlange Rehabilitation in einer anderen Stadt… Ohne mich.
Es war der Beginn meiner 15 schmerzvollsten Jahre bis heute…
Sein und mein Leben trug nur noch die Überschrift: Gesund werden für den Sport/die Karriere.
Er veränderte sich mehr und mehr, wurde wortkarg, stumm und es hatte den Anschein, dass er nur noch seinen Gedanken nachhing. Unsere Telefonate wurden oberflächlicher und ich bemerkte, dass etwas nicht mehr stimmte. Ein kurzer Besuch bei ihm, den eher ich forcierte als er. Seine erste Rückkehr nachhause nach der Reha war seltsam. Er war seltsam und dieses Gefühl ließ mich nicht los. Er wich allen Fragen aus und war mir fremd.
Beim Waschen seiner Wäsche fand ich zwei Kino-Karten in einer Hose… Ich sagte nichts und schlief die Nacht keine Sekunde-er schlief neben mir tief und der vorangegangene Abend war erstmals wieder etwas „näher“ zugegangen. Trotzdem stand ich auf und ging an sein Handy.
Da sah ich es-eine Nachricht von IHR: „Du machst mich zum glücklichsten Menschen“-mir zog es den Boden unter den Füßen weg. Er hatte eine Affäre…?!
Ich stellte ihn zur Rede. Er leugnete erst und gab es dann doch schnell zu: er hatte dort eine Frau kennengelernt und werde auch am nächsten Tag wieder dort hinfahren.
Sein wahres Gesicht zeigte sich: eiskalt, egoistisch, keine Empathie oder Verantwortung für irgendwen oder irgendetwas. Was mit mir passierte interessierte ihn nicht.
Ich zog in meine Heimatstadt. 1 Jahr verheiratet, bereits seit längerem betrogen und belogen von einem eiskalten, egoistischen, narzisstischen Ehemann. Für den ich alles getan hätte.
Es folgten Wochen voller Schweigen, Lügen, Versprechungen etc. Letztendlich kam er mit einer großen Geste zu mir und bat um Verzeihung. Natürlich nahm ich ihn zurück-ich wollte mein altes Leben mit ihm-dass es ein echtes Leben mit ihm war und das nie mehr sein könnte hatte ich erfolgreich verdrängt.
Wieder Wochen/Monate voller Innigkeit, Bemühungen, Versprechen seinerseits und ich war überzeugt, dass wir das hinbekommen.
Aber das ließ sehr zügig nach und verschwand komplett als das Ende seiner Karriere besiegelt war.
Meine seelischen Verletzungen durch seinen (monatelangen) Betrug heilten seiner Meinung nach nicht schnell genug… In Wahrheit war er es leid, diesen „Fehler“ andauernd gutmachen zu müssen. Vorwürfe gegen mich begannen wieder, er fühle sich eingesperrt und in „Ketten gelegt“, ich wäre unerträglich eifersüchtig und ohne Vertrauen ging das alles nicht. ICH gelobte Besserung und versprach mich mehr zu bemühen.
Er hatte keinerlei Ideen was er mit seinem Leben nun anfangen sollte, machte einfach viel Sport und wenn ich auf einen anderen beruflichen Weg anspielte, den er sich viell. mal überlegen könnte hieß es, ich würde ihn drängen und solle ihn in Ruhe lassen. (Geld war ja noch genug da).
Er war also nicht mehr berufstätig und zuhause-mit mir.
Unsere Kinder wurden geboren-auch während der Schwangerschaften und der ganzen Zeit wurde ich konsequent Opfer seiner verbalen Aggression. Er brüllte bei jeder Kleinigkeit, schwieg mich tagelang an und bestrafte mich mit Verachtung.
Er verdrehte Tatsachen während Diskussionen sodass grundsätzlich ich als Schuldige feststand. Zelebrierte seine Attraktivität intensiv in meinem Beisein bei anderen Frauen, wenn wir aus waren und brüllte mich danach an, dass meine Eifersucht krankhaft wäre. Er würde sich doch nicht einschränken, er wäre verheiratet aber nicht im Knast.
Es verging kein Event, keine Veranstaltung, keine Party mit Freunden von der er nicht sturzbetrunken nachhause kam. Ob ich dabei war oder nicht.
Zwischendurch reiste er hin und wieder „in Sachen Leistungssport“ und verdiente hin und wieder ein wenig Geld.
Irgendwann fand ich in seinem Waschbeutel (auf der Suche nach irgendwas-ich weiß es nicht mehr genau/mein zweites Baby schrie unerbittlich) Kondome.
Wir beide hatten all die Jahre nie welche benutzt. Seine Erklärungen waren fadenscheinig und kamen blitzschnell, ich sah meine beiden Kleinkinder und WOLLTE ihm glauben. Zum Betrug Jahre zuvor kam nun noch das hinzu und ich wurde immer mehr und mehr ignoriert, verachtet, erniedrigt und angebrüllt.
Nach außen war er immer der liebvolle Familiendaddy, der seine Frau und Kinder über alles liebt und sich nichts Anderes wünscht.
Wenn sich die Haustüre hinter uns schloss kehrte Schweigen ein und er machte mir Vorwürfe, dass ich mich nicht wundern müsse, wenn er aufgrund der dauernden Vorhaltungen und Verdächtigungen nichts mehr mit mir reden würde. Er sei wie er sei und lasse sich keine Vorschriften machen.
Streit, Brüllen, Vorwürfe und vor allem Erniedrigungen waren an der Tagesordnung. Ich hörte immer und immer wieder: „So bist DU halt!!! Und so MUSS ich DICH ertragen…“.
Nachdem unsere Kinder geboren waren hatte er jegliches körperliches Interesse an mir verloren. Es vergingen Wochen, Monate ohne dass er mich anrührte oder mir das Gefühl gab, attraktiv für ihn zu sein. Wenn ich ihn darauf ansprach schob er es auf die Kinder („die schlafen ja nebenan“) oder auf mich, dass ich ja wohl auch kein Interesse hätte. Hin und wieder startete ich einen Versuch wenn wir abends im Bett lagen. Dieser war auch erfolgreich aber nach dem Sex drehte er sich entweder um und schlief oder machte den TV an mit einem „lachenden“: „So genug Körperkontakt für heute“.
Er hatte keinerlei Bedürfnis mehr nach mir, nach Sex mit mir und noch nie nach Nähe.
Nach erneuter monatelanger Sex-Flaute fragte ich ihn dann, wie er denn bitte seine sexuellen Bedürfnisse befriedige…? Seine Antwort war: „Man gewöhnt sich an alles“.
Er rührte mich einfach nicht mehr an und wunderte sich, dass ich immer mehr verkümmerte. Zu diesem Zeitpunkt war von ihm kein einziges bisschen Respekt mehr für mich übrig.
Nach außen stellte er unser tolles, erfülltes Leben (incl. Sex!) dar und ich stand fassungslos daneben und hörte all seine Lügen. Mir glaubte natürlich niemand, er war doch immer der zuvorkommende Ehemann, tolle Papa, zuverlässige Schwiegersohn.
Jedoch-immer wieder während dieser 15 Jahre war ihm alles Zuviel: ich wäre völlig ungenießbar, hätte kein Vertrauen, würde ihn nur noch unter Druck setzen und hätte zu große Erwartungen. Mehrfach zog er für Tage aus und kam dann wieder. Wer weiß, was er in dieser Zeit immer trieb…
Ich ertrug und somit hatte er einen Freifahrtschein und nutzte den wo er nur konnte.
Natürlich inklusive völligem Unverständnis für mich und meine Person.
Nun hörte ich ständig, dass er sich auf sein Zuhause nicht mehr freue, ungern nachhause käme und das sicher nicht an den Kindern liege!!! Er wüsste nicht mehr, was er fühle und überlege sich, sich von mir zu trennen. Ein Leben ohne seine Kinder sei jedoch nicht vorstellbar.
Ich gab ihm Zeit, sich klar zu werden und beteuerte immer und immer wieder meine Liebe zu ihm und dass ich alles für den Erhalt unserer Ehe tun würde. Er teilte mir nach unendlicher Zeit mit, die wir schweigend nebeneinanderher verbrachten, dass ER uns eine letzte Chance gebe.
Ich hatte währenddessen eine Therapie begonnen und nahm Antidepressiva.
Ich war einigermaßen stabil und froh über seine Entscheidung und er versprach mir diesen 100%igen Versuch hinter dem er absolut stehe.
Ebenso versprachen wir uns gegenseitige Offenheit und sofortige Mitteilung, wenn einer das Gefühl hätte, es gehe etwas „aus dem Ruder“.
In der Zwischenzeit hatte er einen Job gefunden, der ihm Spaß machte und ich sah hoffnungsvoll in die Zukunft. Denn auch ich arbeitete mittlerweile halbtags.
Lediglich ICH hielt mich an all diese Versprechen. Ich fragte ihn hin und wieder, wie er unsere Ehe sehe-ich hatte ein gutes Gefühl und es wurde alles immer harmonischer.
Die Streits hörten auf, ich fühlte mich durch meine Therapie und Medikamente gestärkt und er gab mir, auf Nachfrage, und auch durch Aussagen, Kleinigkeiten das Gefühl, das wir auf dem richtigen Weg sind.
Der Sex bzw. dass überhaupt welcher stattfand war jedoch nach wie vor das Problem.
Er behauptete, dass er eben „nicht einfach so vom Trennungsgedanken auf Sex mit mir umswitchen könne“. Klar! Ich verstand das.
Wir erlebten einen wunderbaren Sommerurlaub, der aufgrund MEINER Bemühungen überhaupt stattfand und irgendwann erkannte ich, dass alles wirklich nur noch aufgrund meiner Bemühungen überhaupt lief und er nur noch passiv war. Er entschuldigte dies mit Stress bei der Arbeit etc.
Hinzu gab er Geldsorgen an, die er schon lange hatte…
Ich auch-aber er war ja 10 Jahre lang immun gewesen auf meine Bitten, Vorschläge etwas zu arbeiten… Und das Vermögen schrumpfte immer mehr. Ich verstand seine Sorgen und nahm diese Erklärung für seine Passivität an.
Nach einem Jahr und erneut wieder vielen Verletzungen, Erniedrigungen und Beleidigungen, die ich mir zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht eingestand, entstand ein eigentlich banaler Streit zwischen uns, der damit endete, dass er mich plötzlich anbrüllte-so laut hatte ich ihn noch gar nie erlebt-und er kurz davor war, mich zu schlagen! Zum ersten Mal.
Ich spürte den Moment und er ebenso!
Er schnappte seine Jacke verlies aggressiv die Wohnung.
Als er früh morgens betrunken nachhause kam, bestätigte er mir, dass er kurz davor gewesen wäre mich zu schlagen und deshalb lieber gegangen wäre.
Es folgten 4 lange Tage des Schweigens von seiner Seite.
Nach 4 Tagen sprach ich ihn an und wollte eine Erklärung warum er mal wieder aus einer Mücke einen Elefanten mache…-in der Annahme, dass zwischen uns doch sonst alles ok ist und wir auf einem guten gemeinsamen Weg wären…

Er schaute mich an und sagte, dass er sich trennen wolle.
Er hätte keinerlei Gefühle mehr für mich. Es interessiere ihn rein gar nicht mehr, was ich sagen oder tun würde. Ich als Person interessiere ihn nicht mehr.
Das könne nicht alles in seinem Leben gewesen sein und er würde mehr vom Leben erwarten.
Ich fragte ihn: „Wie lange hast Du schon keine Gefühle mehr für mich?“
Er antwortete: „Schon sehr lange. Ich habe Dir die letzten 9 Monate etwas vorgespielt und Dich im Glauben gelassen, dass alles ok ist. Aber ich war schon lange weg.“
In Wirklichkeit gab es gar keinen 100%igen letzten Versuch von seiner Seite. Es war damals schon lange vorbei oder noch gar nie dagewesen und er nutzte nur die Zeit, die ich in ihn und unsere Ehe investierte, um sich endgültig von mir zu lösen und endlich den Schritt zu gehen, den er schon lange gehen wollte.
Nicht ohne mir noch das Gefühl zu geben, dass ICH durch meine Eifersucht, mein mangelndes Vertrauen und meine zu hohen Erwartungen unsere Ehe zerstört hätte.
Er hätte schon lange keinen Respekt mehr vor mir.
Das ist nun 7 Wochen her. Wenn er die Kinder sieht oder sie abholt ist er ein Fremder für mich. Eiskalt, ohne eine Gefühlsregung mir gegenüber. Mit unbeweglicher Miene spricht er unpersönlich mit mir-als hätte es nie 20 gemeinsame Jahre gegeben.
Für ihn hat es die tatsächlich nie gegeben. Das habe ich heute begriffen.
Er hat nie eine Verbindung zu mir hergestellt und mich gleichzeitig zerstört indem er mir jahrelang das Gefühl gab am Scheitern unserer Ehe Schuld zu sein.
Es war nicht für immer. Es war nur für eine begrenzte Zeit.
Ich bleibe zurück: seelisch missbraucht, gedemütigt, belogen, betrogen, erniedrigt und dem Gefühl „so jemanden wie mich kann man nicht lieben“.

Danke liebe An.S für deine ehrlichen Worte! Wenn ihr eure Geschichte auch Anonym mit uns teilen wollt, schickt sie bitte per Email an: hilfefueropfervonnarzissten@gmail.com

Hilfreiche Literatur:

1 comments on “Leserbriefe – Aktion – Meine Beziehung mit einem Narzissten: von An.S”

  1. Liebe An.S
    Ich drücke Dich von ganzem Herzen! Und wünsche Dir sehr viel Kraft, vor allem, um Dein Selbstbewußtsein wieder aufzbauen und Deinen Selbstwert wiederzu finden. Das ist echt das schlimmste und das hinterhältigste an der Sache! Und daß es einem niemand glaubt, der es nicht selbst erlebt hat! 7 Wochen- das ist noch nicht lange her. Da hast Du noch echt dran zu knabbern und an manch anderem sicher auch! Aber es wird sich finden! Und sei froh, daß Du jetzt raus bist aus diesem Gefängnis! Verzeih Dir, daß Du nicht schlauer warst. Schau Dir die ganzen Leute an, die dem Blender glauben! Daß Du Deine Situation so reflektiert darstellen konntest, ist echt schon eine große Leistung von Dir, auf die Du stolz sein kannst!
    Nimm Dein Leben jetzt in Deine Hand! Du kannst das viel besser!

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