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Leserbriefe – Aktion: Meine Beziehung mit einem Narzissten- von E.S

Heute erreichte mich wieder die Geschichte einer mutigen Frau unserer Community. Sie möchte mit ihrer Geschichte aufrütteln und anderen Mut machen.

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Heute erreichte mich wieder die Geschichte einer mutigen Frau unserer Community. Sie möchte mit ihrer Geschichte aufrütteln und anderen Mut machen.

Meine Beziehung mit einem Narzissten

„Es begann alles so, wie es in einer Beziehung sein sollte. Es war rosig, schön. Ich dachte, ich wäre jetzt endlich gut aufgehoben und werde geliebt, so wie und wer ich bin!

Das hielt auch eine Weile an und meine Liebe zu diesem Mann wuchs stetig. Ich hatte alles für ihn gegeben. Selbst meine Familie hab ich für ihn aufgegeben. Sie hatten kein gutes Gefühl bei ihm. Mir war es zu diesem Zeitpunkt jedoch egal. Ich liebte ihn. Das war es, was für mich zählte.

Doch nach einiger Zeit in der ich mich gegen meine Familie und für ihn entschied, nahm das Unheil seinen lauf. Wir wohnten dann nach meiner Horror-Erfahrung im Frauenhaus bei seinen Eltern. Anfangs fühlte ich mich wohl, doch dann legte er los.
Er wurde abwertend und aggressiv. Dies auch oft vor seinen Eltern.
Darauf ging es meistens in unser dortiges Schlafzimmer und er wurde gewalttätig! Ich, sei doch nichts und ich könne nicht mal gescheit mit einem Löffel umgehen.
So ging das dann öfter zu. Zumeist war er dann eh nicht da und hat sich auch nicht gemeldet. Ich saß dann immer alleine bei seinen Eltern herum.
Seine Mutter hat es mir auch nicht immer leicht gemacht. Als er nicht da war, meinte sie ich solle nicht solange schlafen. „Hier schläft man nicht solange.“ Ich sei ja eine Frau und ich solle mich auch um den Haushalt kümmern. Zu dem Zeitpunkt war ich schwanger und konnte mich fast nicht bewegen. Ich bekam dann dort auch im 6-7 Monat frühzeitige Wehen aufgrund der Belastung durch den Stress. Es war der reinste Horror. Ich gab immer nach und entschuldigte mich immer wieder bei ihm!
Für ihn war daraufhin wieder alles gut. Er fragte mich allerdings nie, was meine Wünsche wären oder ob ich etwas gern tun würde! Im Zentrum stand immer nur das, was er wollte. Ich wollte so gerne auch mal raus mit ihm und etwas unternehmen! Nein! Er konnte ja nicht. Er hat ja seinen Freunden versprochen ins Lokal oder sonstiges zu gehen!

Ich saß nun immer wieder heulend im Zimmer und betete, dass ich endlich wieder zu meiner harmonischen Familie möchte, die ich seit über einem Jahr nicht mehr gesehen oder gehört hatte.

Wir bekamen dann nach der Geburt meiner Tochter eine eigene Wohnung. Diese besichtigten wir während der on/off Phase. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meine Mutter wieder bei mir. Ich wohnte eben eine Zeit lang bei meinen Eltern. Daraufhin rief er mich nur an, wenn es wichtige Dinge zu besprechen gab!
Wie es mir dabei ging, war egal. Er hat sich nichtmals nach meinem Befinden erkundigt.

Ich heulte mir die Augen aus und das jede Nacht. Wie konnte ich als lebenslustige Person mich nur so verlieren und ein solches Leben führen?

Ich dachte dann immer an meine schöne, freie Zeit zurück, die ich hatte!
Ich merkte, dass ich für alle immer das beste wollte. Ich vergaß total auf mich und meine Bedürfnisse zu achten!

Jahrelang abwertend, emotional  und psychisch fertiggemacht zu werden in Verbindung mit körperlicher Gewalt haben ihren Tribut gezollt.  Dabei setzten mir der emotionale Missbrauch und seine Betrügereien noch mehr zu als alles andere. Ich fühlte mich weder für mich, als auch für andere attraktiv.

Ich bin aber froh, dass ich mir nach all den Jahren eingestanden habe, dass ich nicht alleine an allem Schuld war und bin. Ich habe mir die Hilfe geholt, die ich brauche und meine Kraft zurück gewonnen. Ich bin aufgewacht und lebe. Auch wenn es mir oft schwer fällt.  Weder er noch die Situation kann mir noch etwas antun. Ich habe gelernt damit umzugehen. Ich weiß, dass wir Betroffenen es schaffen können!
Man muss sich nur selbst lieben lernen und wenn man das tut und kann, dann wird alles viel Positiver erscheinen und man kann mit seinen Emotionen umgehen lernen!“

Vielen Dank E.S für deine Geschichte! Es gehört viel Mut und Courage dazu! Liebe Leser, wenn ihr eure Geschichte anonym mit  uns teilen möchtet, schickt sie uns gern per Email: hilfefueropfervonnarzissten@gmail.com

Hilfreiche Literatur:

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