PTBS

Narzissmus – Die Posttraumatische Belastungsstörung

Da es sehr viele Artikel leider nur im englischen gibt und viele von euch Probleme damit haben sie zu lesen und zu übersetzen, habe ich mir in Zukunft vorgenommen, viele wertvolle Artikel zu übersetzen. Dieser hier stammt von der tollen Seite Narcisssistic and Emotional Abuse. Netterweise haben die Autoren der Seite mir erlaubt, ihre Artikel für uns zu übersetzen, damit wir auch ganz viele Betroffene in Deutschland erreichen können. Hier übersetze ich euch nun den folgenden Artikel, den es leider nur auf englisch gibt.

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Da es sehr viele Artikel leider nur im englischen gibt und viele von euch Probleme damit haben sie zu lesen und zu übersetzen, habe ich mir in Zukunft vorgenommen, viele wertvolle Artikel zu übersetzen. Dieser hier stammt von der tollen Seite Narcisssistic and Emotional Abuse. Netterweise haben die Autoren der Seite mir erlaubt, ihre Artikel für uns zu übersetzen, damit wir auch ganz viele Betroffene in Deutschland erreichen können. Hier übersetze ich euch nun den folgenden Artikel, den es leider nur auf englisch gibt.

Die Posttraumatische Belastungsstörung

PTBS (Die Posttraumatische Belastungsstörung) ist eine komplexe Störung, die oft assoziiert wird mit Soldaten, die aus dem Krieg kommen. Sie erleiden die Traumata des Kriegs immer wieder, sind nicht in der Lage das Erlebte loszulassen. Aber nicht nur Soldaten und Menschen aus Kriegsgebieten leiden unter dieser Krankheit. In Zeiten der emotionalen und physischen Gewalt in Familien, Beruf und Partnerschaften, ist PTBS keine Seltenheit mehr. Denn ein Trauma kann auch durch die Psyche ausgelöst werden. Hier handelt es sich um etwas, was vielen Menschen bekannt vorkommen dürfte, die in ihrer Vergangenheit schlimme, traumatische Ereignisse durchlitten haben. Diese Störung kann zu jederzeit nach dem Trauma auftreten, manchmal Tage später, es kann aber auch erst Wochen oder Monate später sein. Betroffene haben oft Flashbacks und Alpträume, die sie ganz plötzlich überfallen. PTBS ist behandelbar und sogar heilbar, mit dem richtigen Experten und der richtigen Behandlung.

Die Symptome einer PTBS

Die Symptome einer PTBS variieren auf Grund von unterschiedlichen Persönlichkeiten und können das Führen eines normalen Lebens sehr stark beeinflussen. Wo es einige kaum merken, sind andere kaum mehr in der Lage vor die Tür zu gehen.

Hier sind die häufigsten Symptome:

  • Das Trauma wird immer wieder durchlebt. So realistisch, aber würde es jetzt gerade erst passieren
  • Flashbacks, die jederzeit Auftreten können. Ausgelöst werden sie oft von Orten, Gerüchen, Musik oder Bildern.
  • Ein- und Durchschlafprobleme, oft mit unkontrollierten Alpträumen
  • Aufdringliche Gedanken, die man einfach nicht abschalten kann. Der typische Gedankenkreisel entsteht, wo man immer wieder in einem Teufelskreis des Grübelns feststeckt.
  • Reizbarkeit
  • Unfähigkeit, sich auf einzelne Dinge länger zu konzentrieren. Die Gedanken schweifen immer wieder ab.
  • Gefühle von Angst, die einen plötzlich überfällt und zu schweren Panikattacken führen kann.  In schlimmen und ausgeprägten Fällen verlassen Betroffene irgendwann die Wohnung nicht mehr, um diese Angstgefühle zu vermeiden und nicht mehr durchleben zu müssen.
  • Betroffene fühlen sich, als lebten sie außerhalb ihres Körpers und würden sich selbst beobachten. Unfähig einzugreifen.
  • Psychosomatische Beschwerden, die von Mensch zu Mensch stark variieren. Darunter Kopfschmerzen, starkes Schwitzen, häufige Blasenentzündungen, Entzündungen des Magen Darm Traktes, starkes Zittern, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Übelkeit und ständige Müdigkeit.

 

Die Komplexe PTBS

Das U.S Department of Veterans Affairs hat angegeben, dass die Harvard Professorin Dr. Judith Herman anregte, dass  es nötig sei die Symptome eines Langzeittraumas als Komplexe PTBS neu zu diagnostizieren. Anders als die typische PTBS bei Kriegsveteranen, kann die komplexe PTBS über Jahre des Traumas entstehen und hat die gleichen Symptome.
Fälle die ausgedehnte und wiederholte Traumata durchleben mussten, sollten eine spezielle Behandung bekommen.

Welche Art von Traumata lösen eine Komplexe PTBS aus?

Laut Dr. Herman wurden die Opfer oft über einen langen Zeitraum  in einer Art Gefangenschaft gehalten. Sei es emotional, physisch oder psychisch. In diesen Situationen sind Betroffene oft nicht in der Lage sich von ihrem Missbraucher zu lösen und der Gefahr zu entkommen.

Welche zusätzlichen Symptome treten auf?

Ein Mensch, der über Monate und Jahre chronisch zum Opfer gemacht wurde und unter der Kontrolle von einem Psychopathen gelitten hat, kann folgende, zusätzliche Symptome aufweisen:

  •  Emotionale Beeinflussung: kann anhaltende Traurigkeit, Suizidale Gedanken, explosive Wut oder auch unterdrückte Wut einschließen
  •  gestörtes Bewusstsein: Beinhaltet das vergessen von traumatischen Ereignissen, das  Wiedererleben der traumatischen Erlebnisse und eine verzerrte Wahrnehmung des Täters. Zum Beispiel eine Liebesbeziehung zum Täter, ihm die totale Macht übergeben oder sich in Rachegedanken zu flüchten.
  • gestörte Wahrnehmung zu sich selbst: Beinhaltet ständige Gefühle der Hilflosigkeit,   Scham, Schuld und das Gefühl, ganz anders zu sein, als der Rest der Menschheit.
  • Beziehungen zu anderen: Beinhaltet Isolation, Misstrauen oder das ständige Suchen nach einem Retter, der die Betroffenen von allen Problemen erlöst. (Achtung- genau hier sind wir dann besonders anfällig für Narzissten, denn diese können unsere Sehnsucht nach einem Retter sehr gut wahrnehmen!)
  •  Verlieren jeglicher Hoffnung in Menschen und ein immerwährendes Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung_

Welche anderen Schwierigkeiten treten auf mit Patienten, die ein chronisches Trauma durchlebt haben?

Weil Betroffene mit einem chronischen Trauma oft zahlreiche andere Symptome mitbringen, die nicht in der PTBS Diagnostik aufgeführt sind, werden sie oft fehldiagnostiziert. Im schlimmsten Falle kann fälschlicherweise eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert werden. Zum Beispiel Borderline, Dependenz oder sogar eine Masochistische Persönlichkeitsstörung.

Es sollte sich darum gekümmert werden, während der Einführungsgespräche genauer nachzuhören und herauszufinden, ob die Symptome für eine PTBS charakteristisch sind und woher der Betroffene die Symptome hat. Ob er etwa unter einem Partner oder Familienmitgliedern gelitten hat.  Mehr Ärzte sollten eine spezifische Ausbildung zu diesem Krankheitsbild erhalten um Fehldiagnosen auszuschließen.

Wichtig ist hier zu bedenken, dass folgende Aspekte noch hinzukommen können:

  • Überlebende könnten sich mit Alkohol oder Drogen betäuben, um den Erinnerungen des Traumas zu entkommen.
  • Überlebende vermeiden es meist, über ihr Trauma zu sprechen, weil es für sie zu schlimm ist , die Situation nochmal zu durchleben.
  • Überlebende könnten sich selbst verletzen
  • Überlebende, die über langen Zeitraum missbraucht worden sind, werden oft fälschlicherweise für schwache Charaktere gehalten und ungerechterweise diagnostiziert auf Grund von Verhaltensweisen die sie als Opfer Jahrelang mitgemacht haben. Dabei haben sie gar keine Persönlichkeitsstörung, sondern das sind alles Folgen des Traumas.

Es ist normal, wenn man sich nach solch einem Trauma nicht mehr normal verhalten kann.  Zu viel ist vorgefallen und hat das ganze Denken des Traumatisierten geändert, manipuliert und herumgedreht. Hier ist oft Jahrelange Therapie nötig, um die Betroffenen aus der Endlosschleife heraus zu holen. Aber es ist nicht unmöglich. PTBS ist heilbar, wenn sie richtig behandelt wird.

Hilfreiche Literatur:

2 comments on “Narzissmus – Die Posttraumatische Belastungsstörung”

  1. Wichtige Informationen für Betroffene… ich bin unendlich dankbar, das es Menschen wie dich gibt, die Aufklärung betreiben, unterstützen, zuhören, uvm. Dankeschön!!

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